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Leibnitz-Institut für Atmosphärenphysik

Einige Kilometer außerhalb der Stadt, am Rande der Kühlung in Richtung Kröpelin, befindet sich das Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik e. V. an der Universität Rostock (IAP). Fernab vom Trubel des Ostseebades, eingebettet in die sanft abfallende Moränenlandschaft, liegt der moderne Bau dieser wissenschaftlichen Einrichtung. Zuweilen ragt von hier, in wolkenlosen Nächten, ein grüner Laserstrahl weithin sichtbar den Himmel. Mit spezifischen Laser- und Radarinstrumenten erforschen etwa 50 Wissenschaftler die mittlere Atmosphäre zwischen 10 und 110 Kilometern Höhe jenen Teil, der aus messtechnischer Unzulänglichkeit bisher am wenigsten erkundet wurde. Außerdem mehren sich die Anzeichen, dass gerade dieser Bereich auf Umweltveränderungen unseres Planeten äußerst sensibel reagiert. Moderne Fernerkundungsmethoden wie Lidar- und Radar-Verfahren gewährleisten eine moderne Erfassung von physikalischen Prozessen und Daten sowie deren Entwicklung in diesem Teil der Atmosphäre. Die experimentellen Erforschungen des IAP werden von theoretischen Analysen und Modellrechnungen unterstützt, um physikalische Abläufe in der Atmosphäre und ihre Wechselwirkung mit anderen Höhenlagen vergleichen zu können. Das Institut besteht aus drei Abteilungen: Optische Sondierungen, Radarsondierungen und Höhenforschungsraketen, Theorie und Modellierung. In Juliusruh auf der Insel Rügen verfügt die wissenschaftliche Einrichtung über eine Außenstelle und auf der norwegischen Insel Andoya über ein Experimentierfeld. Am jährlichen „Tag der offenen Tür“ im September finden sich Hunderte von interessierten Bürgern im modernen Bau des Leibniz-Instituts zu einer Besichtigung ein, um populärwissenschaftliche Vorträge seiner Mitarbeiter zu hören. Ein Rad- und Wanderweg führt am Institut vorbei bis zum Atelierhaus Kröhnke. Wanderer werden auf dem Wege dorthin mit einem Panoramablick auf den Golfplatz Wittenbeck, auf den östlichen Teil des Ostseebades Kühlungsborn, auf Rostock - Warnemünde und auf die Ostsee und ihre Küste belohnt.


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