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Lebendige Dünenwelt

Unverwechselbare Schönheit – sandige Dünen und strauchbestandene Kliffs, farbenfrohe und reiche Vegetation - kennzeichnet unsere Küste, die zu allen Jahreszeiten auf Gäste und Einheimische gleichermaßen ihren Reiz und ihre Anziehungskraft ausübt. Den Einfluss des milden Küstenklimas, das Zusammenspiel von Wind und Wellen und den Aufenthalt in der Natur schätzen die Gäste des Ostseebades. Doch Strand und Dünenwelt sind Lebensraum für typische Flechten, Moose, Gräser und Kräuter, die sich uns beim flüchtigen Betrachten nicht sogleich erschließen. Selbst Orchideen wie die sogenannte “Strandvanille” gedeihen hier. Dort, wo der Strand in der Badesaison täglich gereinigt wird, können keine Vordünen, Weißdünen oder gar Grau- und Braundünen entstehen, nur in den durch Drahtzäune abgeteilten und geschützten Strandabschnitten ist dies möglich. Diese Areale bilden Rückzugsräume für empfindliche Tier- und Pflanzenarten des Küstenbereiches. Deshalb ist ein einsichtvolles Verhalten der Besucher auf dem Strand und in den Dünen äußerst wichtig. Das gilt auch im besonderen Maße für den Erhalt der Naturstrände westlich von Kühlungsborn. Auf dem breiten Sandstrand gedeihen hier noch Strand-Salzmiere, Strandgräser und Meersenf. Sie ertragen das Meersalz und eine Sandüberschüttung genauso wie den ständigen Sandschliff, der durch die vom Wind bewegten Sandkörner vorgenommen wird. Diese und viele weitere Pflanzen bilden eine schützende Vegetationsdecke für die Dünen. Doch bei deren Zerstörung durch Unachtsamkeit wird der lockere Seesand fortgeweht, die Düne abgetragen und der Lebensraum dieser spezifischen Tier- und Pflanzenwelt sowie auch der natürliche Küstenschutz können unwiederbringlich verloren gehen.


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