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Heimatstube und Lesezimmer

Im „Haus Rolle“ in der Ostseeallee 18 befinden sich seit dem Jahre 1993 die Heimatstube des Ostseebades und ein Lesezimmer für Gäste. In vier Räumen geben Dokumente Einblick in die Entwicklung der einstigen Badeorte Fulgen, Brunshaupten, Arendsee und der daraus entstandenen Stadt Kühlungsborn. Die maßstabsgerechten Nachbauten der Herrenbadeanstalt Brunshaupten und die des Damenbades Arendsee um 1910 sowie eine Vielzahl von Ansichtskarten aus dieser Zeit vermitteln den Besuchern eine anschauliche Einsicht in das Leben der Kurgäste und Sommerfrischler nach der Jahrhundertwende, als die Badeorte in Deutschland mehr und mehr an Bekanntheit gewannen. Bildertafeln zeigen die Entwicklung der Badeanstalten, der Landungsbrücken, der Konzertgärten und der Seenotrettung in ihren wichtigen Etappen. Urkunden, Informationsblätter, Ausweise und Zeitungsartikel sowie Berichte von Zeitungen geben Auskunft über die „Aktion Rose“ im Jahre 1953, nach der der größte Teil der Hotels und Pensionen des Ortes dem FDGB-Feriendienst unterstellt wurde, Wissenswertes gibt es über die Geschichte der Kleinbahn „Molli” des FDGB-Feriendienstes und der Villa „Baltic” bzw. Villa „Hausmann“ zu erfahren oder über die Geschichte der Strandkörbe und der Schulentwicklung. Einrichtungsgegenstände von Wohnungen, Geschirr und von geschickter Hand gestickte Tischdecken und Bordüren sind genauso zu besichtigen wie im bäuerlichen Haushalt benötigte Geräte wie Zentrifuge, Spinnrad oder Webstuhl. Außerdem gibt es zwei Trachten, die vor etwa 150 Jahren für die Bewohner des Nordens Mecklenburgs typisch waren. Ein mit rotem Garn gestickter Sinnspruch für die Dekoration eines Küchenschrankes prägt sich ein und lässt nicht nur männliche Besucher schmunzeln: „Eine kluge Hausfrau kocht mit Fleiß des Gatten Lieblingsspeis“. Die Öffnungszeiten der Heimatstube erfahren Sie in der Tourist-Information im Haus des Gastes „Laetitia“ direkt neben dem „Haus Rolle“.

Im Haus „Rolle“ sind eine liebevoll eingerichtete Küche, in der Uroma früher gewirtschaftet hat, sowie das Schlafzimmer und das Wohnzimmer, in denen sich zahlreiche Gebrauchsgegenstände der goldenen zwanziger Jahre befinden, zu sehen. Auch die Zeit der DDR ist durch zahlreiche Sachzeugnisse dokumentiert.


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