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Die Ostsee

Ein 7 Kilometer langer Strand und Natur pur an der romantischen Küste. Dazu diese besondere Luft, die nirgends so frisch und klar ist, wie an der See. Durchatmen im Ostseebad Kühlungsborn. 

Betrachtet man die Ostsee erdgeschichtlich, so gilt sie als jung. Sie entstand am Ende der letzten Eiszeit, der Weichseleiszeit, vor etwa 12.000 Jahren. Ihre heutige geografische Ausdehnung erlangte sie vor etwa 3.000 Jahren. Ebbe und Flut sind kaum spürbar, da die Ostsee flächenmäßig zu klein ist, um auf die Anziehungskraft von Sonne und Mond zu reagieren. Schwankungen des Wasserstandes an der Mecklenburgischen Küste von über 1,50 Metern und mehr sind bei kräftigen Winden oder Sturmfluten möglich. Das Wasser der Ostsee bezeichnet man als Brackwasser, weil es vorwiegend aus Süßwasser und nur zu einem geringen Teil aus Salzwasser besteht, das von der Nordsee in die Ostsee gelangt. Der Salzgehalt schwankt zwischen 2,5 Prozent im Skagerrak und 0,3 Prozent im Finnischen Meerbusen. Diese Zusammensetzung des Wassers schafft besondere Lebensbedingungen für eine spezifische Tier- und Pflanzenwelt. Die Fläche der Ostsee beträgt 412.560 Quadratkilometer, im Verhältnis dazu ist die Bundesrepublik Deutschland 357.000 Quadratkilometer groß. Ihr Gesamtvolumen umfasst etwa 21.631 Kubikkilometer, das entspricht zirka der Hälfte der Nordsee. Die längste Nord-Süd-Erstreckung wurde mit ca. 1.300 Kilometern vermessen. Während die mittlere Tiefe mit 52 Metern angegeben ist, beträgt die maximale Vertiefung 459 Meter im Landsorttief vor Schwedens Küste. Zu den am häufigsten vorkommenden Fischen zählen Dorsch, Hering, Sprotte und Lachs sowie die Plattfische Scholle, Kliesche und Flunder. Die Ostsee bietet Lebensraum für Sandklaff-, Herz-, Platt- und Miesmuscheln sowie für Strandschnecken. Während die Ohrenqualle weit verbreitet ist, tritt die unangenehme Feuerqualle nur selten auf. Zu den in der Ostsee heimischen Säugetieren gehören vor allem Robben (Seehund, Ringel- und Kegelrobbe), und auch Schweinswale werden allmählich wieder ansässig. Heimisch sind zahlreiche Möwenarten (Sturm-, Lach- und Silbermöwen), verschiedene Entenarten, Gänse und Schwäne. Immer häufiger sieht man auch Kormorane. Küstensee- und Uferschwalben sowie Sandregenpfeifer lieben vorrangig unsere geschützten Strände als Lebensraum. Blasentang und Seegras sowie Meersalat zählen zu den häufig vorkommenden Meerespflanzen. Flora und Fauna der Ostsee werden nicht unerheblich vorm wechselnden Salzgehalt des Wassers bestimmt, aber leider auch vom Anstieg der Temperatur durch den Klimawandel und vom Eintrag von Schadstoffen. Manche Aktive Scheuen den weiten Weg von Berlin, Brandenburg oder Sachsen-Anhalt nicht, um für ein Wochenende oder gar nur für eine Nacht im Spätherbst ihrem Hobby nachzugehen. In den zurückliegenden Jahren haben heftige Stürme sowie Eisgang im Winterhalbjahr die Seebrücke so beschädigt, dass sie von Dezember bis März 2007/08 saniert werden musste. Die Beplankung und das Geländer wurden mit widerstandsfähigem Azobé- und Bongossi-Hartholz aus Zentralafrika – aus kontrolliertem und zertifiziertem Anbau – erneuert. Der Brückenvorplatz, für dessen heutiges Aussehen bereits 1992 der Grundstein gelegt wurde, lädt in den warmen Jahreszeiten zum Ausruhen ein. Hier unterhalten nicht nur Straßenkünstler die Besucher, sondern hier flanieren auch Gäste und Einheimische mit großem Genuss. Einen Blickfang bietet dabei die Skulptur „Vater und Sohn“ des Bad Doberaner Bildhauers Reinhard Schmidt (1917 – 1980), weil sie die besondere, beinahe heitere Stimmung dieses Platzes wiedergibt.



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